PE-Beschichtung oder Dispersion? Pappbecher-Barrieren im Vergleich

  • Pappbecher brauchen eine Barriere innen – klassisch aus PE, alternativ als wasserbasierte Dispersion.
  • Ob ein Becher als Einwegkunststoffprodukt gilt, hängt von der Beschichtung ab und wird im Einzelfall bewertet.
  • PE-beschichtete Becher tragen die EU-Kennzeichnung und fallen unter den Einwegkunststofffonds.

Karton allein hält heiße Getränke nicht dicht. Deshalb hat jeder Pappbecher innen eine Barriere. Welche Barriere verwendet wird, entscheidet über Recycling, Kennzeichnungspflicht und Kosten. Dieser Artikel ist ein Überblick und ersetzt keine Rechtsberatung.

PE-Beschichtung: der Standard

Polyethylen (PE) wird als dünne Folie auf den Karton laminiert. Es ist zuverlässig dicht, hitzebeständig und günstig. Rechtlich gelten solche Becher als Einwegkunststoffprodukte: Sie tragen das EU-Piktogramm „Kunststoff im Produkt“, und Hersteller zahlen seit 2024 eine Abgabe an den Einwegkunststofffonds (Meldung über die Plattform DIVID des Umweltbundesamts).

Dispersionsbeschichtung: die Alternative

Bei der Dispersion wird eine wasserbasierte Barriere aufgetragen statt einer Folie. Solche Becher lassen sich in Papierfabriken oft leichter aufbereiten. Ob sie nicht als Einwegkunststoff gelten, hängt von der chemischen Zusammensetzung ab – Werbeaussagen wie „plastikfrei“ sollten durch Herstellernachweise belegt sein.

Vergleich

KriteriumPE-BeschichtungDispersion
Dichtigkeit & Hitzesehr gutgut, je nach Produkt
EU-Kennzeichnungerforderlichabhängig von der Zusammensetzung
Einwegkunststofffondsabgabepflichtigabhängig von der Einstufung
Papierrecyclingeingeschränktmeist einfacher
Preisniedrigerhöher

Was bedeutet das für Ihr Café?

  • Lassen Sie sich Beschichtung und Kennzeichnung vom Lieferanten schriftlich bestätigen
  • Werben Sie nur mit „plastikfrei“, wenn Nachweise vorliegen
  • Unabhängig von der Beschichtung gilt die Mehrweg-Angebotspflicht

Mehr erfahren – Wir sagen Ihnen, welche Varianten wir mit Ihrem Logo liefern können.